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  • Katharina Flöss

HOW TO: Fotoshooting


Bild: Unsplash


Soziale Medien, Websites, Plakatwände: Unsere Augen werden täglich mit (mehr oder weniger hochwertigem) Bildmaterial überflutet. Wo für Soziale Medien die eigenen (Handy)Kamerakünste reichen, ist es doch ratsam eine Fotografin zu kontaktieren, wenn es darum geht hochwertiges (und hochaufgelöstes!) Bildmaterial für das eigene Hotel, den Urlaubsort oder das eigene Produkt zu produzieren. Aber wie geht man das Thema am besten an?

Gemeinsam mit der Fotografin Franziska Unterholzner haben wir Tipps und Informationen für ein gelungenes Fotoshooting zusammengetragen.


Wir bedanken uns hier auch gleich bei Franziska für ihre Zeit und ihre wertvollen Inputs und Gedanken.



WAS wird gebraucht?

Vor der Anfrage sollte überlegt werden, welche Art von Bildern gebraucht wird.

Welche Motive: Räume oder Außenbereich? Detailaufnahmen oder ganze Räumlichkeiten? Mit und/oder ohne Personen? Stillleben oder dynamische Eindrücke? Welche Tages- und Jahreszeit?

Welcher Stil: Soll das Bett ordentlich gebettet sein oder aussehen als wäre eben jemand aufgestanden? Ist der Teller perfekt angerichtet oder halb aufgegessen?

Ein Moodboard, mit Bildern von der angefragten Fotografin selbst oder mit Bildern die man ansprechend findet, ist hier hilfreich.


NOTE: Sollte ein Moodboard erstellt werden, dann mit Realitätsbezug: Es gilt Bilder zusammenstellen, die der Wahrheit entsprechen. Es bringt wenig, wenn für eine Pension ein Moodboard mit Bildern von 5* Wellness-Resorts vorbereitet wird.


Zusatz-Info: Foto- und Videoproduktion sind zwei paar Schuhe. Manche Fotografinnen kennen sich auch im Bereich der Videoproduktion aus, das ist dann aber ein Feld, welches diese zusätzlich abdecken.


WANN anfragen?

Einige Wochen vor dem Wunschtermin.

Die warmen Monate sind bei den meisten Fotografinnen schon über Wochen im Voraus ausgebucht. November/Januar/Februar sind ruhigere Monate, in welchen auch mal ein Shooting kurzfristig eingeschoben werden kann.


NOTE: Im Schnitt braucht eine Fotografin für die Nachbearbeitung und Auswahl der Bilder 3-4 Wochen Zeit. Das sollte bei der Planung der Anfrage berücksichtigt werden. Braucht man die Bilder schneller, sollte man das auch gleich bei der Anfrage ansprechen.


Zusatz-Tipp: Gleich auch einen Ausweichtermin fixieren (schlechte Wetterverhältnisse, Ausfälle wegen Krankheit o.ä.).


Bild: Unsplash


WIE LANGE dauert ein Shooting?

Mindestens einen halben Tag (Ausnahme: spezielle Events). Generell empfiehlt es sich für ein erstes Shooting mit zwei Halbtagen zu starten und nicht einen ganzen Tag einzuplanen.


WIE gestaltet sich der Ablauf?

Den Ablauf des Shootings sollte bereits im Vorfeld grob geplant werden. Beispiel:

13 Uhr: Essen

14 Uhr: Pool

15 Uhr: Rezeption

… Motive und Menschen, die auf den Bildern abgebildet werden, sollten dementsprechend vorbereitet und zur entsprechenden Zeit an Ort und Stelle sein. Sollte etwas im Moment nicht klappen wollen, ist es hilfreich und besser im Programm weiterzugehen und später nochmals zur Szene zurückzukehren.


NOTE: Wünsche und Wichtiges bei der Ankunft gemeinsam besprechen und dann die Fotografin ruhigen Gewissens alleine lassen.

Zusatz-Tipp: Sind Models auf den Bildern, dann darauf achten, dass keine Muster und Logos auf der Kleidung sind und verschiedene Outfits bereitstehen.


WIE VIEL kostet ein Fotoshooting?

Für ein halbtägiges Shooting werden im Schnitt € 600,00 - € 900,00 berechnet. Der Output an Bildern ist abhängig von Motiv und Stil und kann daher stark variieren.


NOTE: Grob investiert eine Fotografin ca. 1/3 der Zeit für das Shooting selbst und 2/3 der Zeit nimmt die Auswahl und Bearbeitung der Bilder in Anspruch.


RECHTLICHES

Die meisten Fotografinnen arbeiten mit vorgefertigten Verträgen. Generell gilt es in schriftlicher Form abzuklären, in welchem Rahmen die Bilder verwendet werden dürfen (Stichwort: freie Nutzungsrechte, die Bildrechte selbst bleiben – bis auf wenige Ausnahmen – immer bei der Fotografin), ob die Fotocredits anzugeben sind und ob die Bilder an Dritte weitergegeben werden dürfen. Am besten bespricht man sich vorab mündlich mit der Fotografin und hält es dann gemeinsam schriftlich fest.


NOTE: Bei Veranstaltungen obliegt es dem Auftraggeber die Anwesenden darüber zu informieren, dass Fotos gemacht werden und gegebenenfalls auch das Einverständnis dafür einzuholen (i.e. bei Workshops und Detailaufnahmen) und der Fotografin vorab mitzuteilen, falls jemand nicht fotografiert werden möchte.



 

Franziska Unterholzner ist selbstständige Fotografin und lebt mit ihrer Familie im Meraner Raum. Neben der Fotografie arbeitet sie auch im „Historischen Gasthof Zum Riesen“ im Vinschgau und führt seit 2022 gemeinsam mit ihrem Mann die „farnhaus apartments" in Dorf Tirol.

Bild: Franziska Unterholzner

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